Alpentour 2004 3. Tag (306 km)

Zurück zur Passhöhe und dann über den Splügenpass und nach Italien

Die Etappe sollte an sich zweigeteilt sein und unterwegs eine Übernachtung gesucht werden. Der erste Teil war nur Sonnenschein, der Splüggenpass ein Erlebnis, am Nachmittag kam Regen auf, wolkenbruchartig öffneten sich die Schleusen, keine Zeit mehr den Regenkombi überzu ziehen, einfach weiter gefahren bis Völlan und gabz vergessen die Unterkunft im Gasthof Kirchsteiger war erst ab Dienstag gebucht.
 

Spitzkehren vor erreichen der PasshöheIm Hotel Bellevue am Vorabend ein Paar aus Dänemark kennen gelernt. Sie waren unetrwegs aus Griechenland zurück nach Haus mit dem Fahrrad und 40 kg Gepäck.
Paar aus DänemarkDie Südramperauf zum San Bernadino eine beachtenswerte Leistung. Als Motorradfahrer schämt man sich ein wenig. 

Start bei leicht bewölktem Himmel vom Hotel Bellevue und es geht zurück in Richtung Norden zur Passhöhe (Position: N46 27.787 E9 11.435) San Bernadino.

Kühlendes Naß
Kühlendes Nass
Auf der Passhöhe angekommen
Das Paar aus Dänemark auf der Passhöhe

Von Splügen kommend geht es in ca. 17 Kehren zur Passhöhe des Splügenpass (Position N46 30.310 E9 19.821) auf 2113 m. Vor der Passhöhe auf der Schweizer Seite gibt es direkt an der Zollstation das Berghaus Splügen von dem man einen schönen Blick in das Tal auf der Schweizer Seite hat und man eine leckere Brotzeit genießen kann. Dieser Teil der Strecke ist auch von weniger geübten Fahrern, wie mir, gut als Anfänger zu fahren.

Splügenpass Schweizer Seite
Splügenpaßstraße,
Splügenpass - Leitplanken?
so richtige Leitplanken sind das nicht
Auch Anfang Juli liegt noch Schnee
Auch Anfang Juli liegt noch Schnee
Grenzstation Splügen
Schweizer Grenzstation und das Berghaus Splügen
Lago di Monte Spluga
Lago die Monte Spluga
Hier ist die Welt noch in Ordnung

aber es kommt besser.

Auf der italienische Seite geht es in ca 46 Kehren runter (SS36/SS41) nach Chiavenna (Position: N46 19.256 E9 23.854). Auf diesem Teil der Strecke, ist die Straße teilweise sehr schmal und vom Belag (Juli 2004) zwischen gut und sehr schlecht.

Italien

Splueggenpass GalerienDie Strecke ist teilweise wie in die Felswand gehauen und man durchfährt viele kleine Tunnel und Galerien.
Anhalten und mal runterschauen, aber bitte nur da wo es ohne Gefahr möglich ist!
SpitzkehrenAnfängern, wird hier schon einiges abverlangt. Die nächsten Spitzkehren fast senkrecht unter mir.
Weiter ging es auf der SS36-(Position: N46 10.270 E9 25.924) SS402-(Position: N46 08.112 E9 31.632) SS38 am Comer See vorbei nach Sondrio und dann die SS39 (Position: N46 09.783 E10 05.176) hinauf zum Acripapass und weiter zum Tonalepass (Position: N46 10.893 E10 20.007 auf die SS42) zum Lago Di Santa Guistina (Position: N46 23.613 E11 00.784 auf die SS43). Hinter Cles geht es dann links ab (Position: N46 20.312 E11 03.802) über Sanzeno, Gampenpass nach Völlan (Position: N46 35.378 E11 08.746) zum Ausgangspunkt für weitere Tagestouren. Die letzten 1 1/2 Stunden fuhr ich durch strömenden Regen und war glücklich als ich endlich in Völlan erreichte.
Gasthof Kirchsteiger Terasse Gasthof Kirchsteiger
Als Station für die nächsten 4 Tage war ich im Gasthof Kirchsteiger in Völlan/Lana. Vier Tage, Montag ankommen, irgendwas stimmte nicht, ich war einen Tag zu früh, durchnäßt 1 1/2 Stunden fahrt im strömenden Regen, man hatte erbarmen und machte ein Zimmer frei, sorgte dafür das meine Sachen trocknen konnten und die Deauville einen trockenen Abstellplatz fand. Ich hatte einen Zwischenstop schlichtweg vergessen..
Die Beschreibung im Internet "So richtig zum Wohlfühlen und Verwöhnen! Entspannung und Erholung in freier Natur. Klare Luft, schöne Aussicht. Zeit und Raum vergessen können " und was ich dann vor fand übertraf meine Erwartungen.
Lenka und Christian
Lenka und Christian Pircher und ihr Personal lesen dem Gast fast jeden Wunsch von den Augen ab. Die Zimmer sind gemütlich eingerichtet und sehr gepflegt. Motorradfahrer sind ja nicht unbedingt überall willkommen, aber hier fühlt man, dass der Gast als Gast im Vordergrund steht und nicht was man ist und womit man kommt.
Anmerkung:
Die Strecke von Chiavenna über Sondrio - Acripapass ist nicht reizvoll und auch zu viel Verkehr. Besser ist in Chiavenna auf die SS37 abzubiegen in Richtung Sankt Moritz über den Malojapass, dann weiter über die 29 in südlicher R ichtung zum Lago Bianco und weiter nach Livigno. Dann über SS301 nach Bormio und dann auf der SS300 nach Ponte di Legno und dann über Tonalepass - Gampenjoch nach Völlan (Position: N46 35.378 E11 08.746)
 
weiterlesen Tag 4 ...